William MacDonald –
"Das ist eine gute Frage"!
Es gibt im Leben keine Zufälle. Alles läuft nach einem Plan. Darum sind Sie auch
nicht zufällig auf diese Seite gekommen. Hier finden Sie Möglichkeiten, die
Ihrem ganzen Leben eine völlig neue Richtung geben können. Wie denn? Weil Ihnen
hier gezeigt wird, wie Sie Vergebung der Sünden und Frieden mit Gott bekommen
und erst noch sicher sein können, dass Sie im Himmel ein Zuhause haben, wenn Ihr
Leben auf der Erde vorbei ist. Ich versuche auf einige Fragen zu antworten, die
Sie vielleicht lange mit sich herumgetragen haben. Es sind Fragen, die jeder
vernünftige Mensch haben sollte. Nehmen Sie sich also einige Augenblicke Zeit
und lesen Sie diese Seiten aufmerksam durch. Die letzte Antwort ist die alles
Entscheidende. Wenn Sie den Schritt tun, der dort beschrieben wird, werden Sie
für den Rest Ihres Lebens – und noch länger – dankbar sein.
Garantie
Die Bibel kommt mit einer Garantie. Sie steht im Johannesevangelium Kapitel
7, Vers 17 (Johannes 7,17). Dort verspricht Gott selbst, dass jeder, der die
Wahrheit aufrichtig sucht, sie finden wird. Machen Sie die Probe! Bitten Sie
Gott, dass er Ihnen zeigt, wer er ist. Und dann lesen Sie das Büchlein und
passen Sie gut auf, was in den abgedruckten Bibelversen steht. Die kommenden
Momente könnten die wichtigsten in Ihrem ganzen Leben werden. Wenn Sie zu Gottes
Botschaft ja sagen, werden Sie zu den Glücklichen gehören, die ewiges Leben
besitzen.
Was ist das Wichtigste im Leben?
Es ist wichtig, gesund zu sein, aber das ist nicht das Wichtigste, denn
eines Tages müssen wir alle sterben. Es ist wichtig, Geld zu haben, aber das ist
immer noch nicht das Wichtigste, denn eines Tages müssen wir alles, was wir
besitzen, zurücklassen. Es ist wichtig, Lebensfreude zu haben, aber auch das
hält nicht ewig. Wenn wir bedenken, wie kurz die Zeit und wie lang die Ewigkeit
ist, dann gibt es nur eins, das wirklich entscheidend ist: Wir müssen darüber
Sicherheit haben, wo und wie wir die Ewigkeit verbringen werden. Sie und ich
müssen einfach wissen, ob man unsere Ewigkeit H–I–M–M–E–L buchstabiert oder
H–Ö–L–L–E. Jesus stellte die alles entscheidende Frage: „Was nützt es einem
Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber dabei seine Seele verliert? Was
kann ein Mensch als Tausch für seine Seele geben?“ (Markus 8,36-37).
Warum ist das Ganze überhaupt ein Problem?
Das Problem heißt Sünde. Die Sünde hat den Menschen von Gott getrennt, und
darum passt er nicht in den Himmel, ist aber bestens qualifiziert für die Hölle.
Die Bibel sagt: „Eure Ungerechtigkeiten trennen euch von Gott und eure Sünden
haben sein Angesicht vor euch verhüllt“ (Jesaja 59,2).
Was ist Sünde?
Sünde ist alles, was nicht an Gottes Vollkommenheit heranreicht. Das meint
Gott, wenn er sagt: „Alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit
Gottes“ (Römer 3,23). Sünde ist alles, was wir tun, obwohl wir wissen, dass es
nicht in Ordnung ist: „Alle Ungerechtigkeit ist Sünde“ (1. Johannes 5,17). Sünde
ist alles, was wir unterlassen, obwohl wir wissen, dass wir es tun sollten: „Wer
Gutes tun könnte und es nicht tut, dem ist es Sünde“ (Jakobus 4,17). Sünde ist
alles, was das Gewissen verletzt: „Alles, was nicht aus Glauben getan wird, ist
Sünde“ (Römer 14,23). Sünde ist aller Eigenwille, wenn wir zu Gott sagen: „Nicht
dein Wille, sondern mein Wille soll geschehen.“ Nicht nur unsere Gedanken, Worte
und Taten sind sündig, sondern unser ganzes Innenleben ist voller Sünde. Was wir
sind, ist sogar viel schlimmer als alles, was wir tun oder je getan haben.
Sie wecken mir Schuldgefühle! Wollen Sie denn nicht, dass ich ein gutes
Selbstwertgefühl habe?
Gott will, dass Sie sich schuldig fühlen, weil Sie schuldig sind. Sie sollen
aufwachen und endlich etwas dagegen unternehmen. Wer nicht zugeben will, dass er
krank ist, geht nie zum Arzt. Sagte Jesus Christus nicht: „Die Gesunden brauchen
keinen Arzt, sondern die Kranken?“ (Lukas 5,31). Nur wer zugibt, dass er ein
Sünder ist, kommt zu Jesus. Was nützt ein starkes Selbstwertgefühl, wenn man
Richtung Abgrund schlittert?
Wenn gute Menschen in den Himmel kommen und schlechte in die Hölle, was soll
ich mich darum scheren?
Die Denkvoraussetzung (d.h. die Prämisse) ist falsch und darum ist auch die
Schlussfolgerung falsch. Die Prämisse ist falsch: Es ist nicht wahr, dass gute
Menschen in den Himmel kommen. Warum? Weil Gott sagt, dass es gar keine guten
Menschen gibt: „Denn unter den Menschen ist kein Gerechter auf Erden, der Gutes
tut und nicht sündigt“ (Prediger 7,20). Die einzige Sorte Menschen, die in den
Himmel kommen, sind schlechte Menschen, die Gott aus Gnade gerettet hat. Ihre
Denkvoraussetzung ist falsch und darum ist Ihre Schlussfolgerung falsch. Wenn
Sie nicht aus Gnade gerettet sind, dann haben Sie allen Grund, sich Sorgen zu
machen.
Wollen Sie behaupten, ich sei so schlecht, wie all die miesen Leute, die ich
kenne?
Wenn Sie sich mit Freunden oder Verwandten vergleichen, sind Sie vielleicht
nicht so schlecht. Nur ist das kein Maßstab. Die Bibel sagt, dass nur die Narren
sich an sich selbst und an den andern messen (das steht im 2. Korintherbrief
10,12). Es zählt nur Gottes Maßstab. Die Frage ist, wie er uns sieht, und in
seinen Augen sind wir alle Sünder.
Wenn ich die Zehn Gebote halte und mir Mühe gebe – ist das nicht genug?
Zuerst sollten Sie sich einmal bewusst werden, was die Zehn Gebote Ihnen
abverlangen:
1. Keine anderen Götter. Der wahre Gott muss den ersten Platz haben. Das
eliminiert alle Götter der Heiden, aber auch die modernen Götter wie Geld, Sex,
Macht, Ego. Keiner dieser Götter darf in Ihrem Leben auf dem Thron sitzen.
2. Keine Götzen. Wir denken bei Götzen meist an Skulpturen. Dieses Gebot
verbietet aber auch die Verehrung von Dingen oder Personen wie ein Auto, ein
Haus, eine Frau oder die eigenen Kinder.
3. Nennen Sie den Namen des Herrn nicht in leichtfertiger oder unaufrichtiger
Weise. Das heißt, dass alles Fluchen und alles falsche Schwören verboten ist.
4. Halten Sie den Ruhetag. Wir sollten einen speziellen Tag von den sieben für
den Gottesdienst aussondern.
5. Ehren Sie Ihren Vater und Ihre Mutter. Seien Sie ihnen nicht ungehorsam,
behandeln Sie sie nicht respektlos, kümmern Sie sich um sie. Sorgen Sie sich um
sie und zeigen Sie ihnen, wie dankbar Sie für sie sind.
6. Töten Sie nicht. Wenn Sie auch nie einen Menschen ermordet haben, so sollten
Sie nicht vergessen, dass wir alle am Mord des Sohnes Gottes mitschuldig sind.
Es waren unsere Sünden, die ihn ans Kreuz brachten. Zudem lehrte Jesus, dass
Hass und Zorn der Keim zum Mord sind (Matthäus 5,21-22; 1. Johannes 3,15). Ist
zudem nicht auch Abtreibung Mord an einem Ungeborenen?
7. Begehen Sie nicht Ehebruch. Damit ist jegliche Sexualität außerhalb der Ehe
verboten. Jesus lehrte, dass schon der begehrliche Blick Ehebruch ist (Matthäus
5,28).
8. Stehlen Sie nicht. Stehlen Sie nicht das Gut Ihres Nachbarn, aber berauben
Sie Gott auch nicht des Gehorsams und der Ehrfurcht, die Sie ihm schulden.
9. Lügen Sie nicht. Frisieren Sie nicht die Angaben auf dem Steuerformular.
Geben Sie Ihr Alter wahrheitsgemäß an. Erzählen Sie keine „weißen“ Lügen, nehmen
Sie nicht Zuflucht zu Notlügen. Übertreiben und beschönigen Sie nicht.
10. Begehren Sie nicht. Begehren oder Gelüsten beginnt im Gehirn. Also bedeutet
dieses Gebot, dass Sie ein reines Gedankenleben haben müssen. Was passiert alles
in Ihren Gedanken? Jesus fasste die Gebote zusammen, als er sagte, wir müssten
Gott lieben über alles und unseren Nächsten wie uns selbst. Niemand, außer
Jesus, hat dieses Gebot je gehalten.
Warum wurden die Zehn Gebote überhaupt gegeben, wenn sie doch niemand halten
kann?
Sie wurden uns gegeben, um uns zu überführen. Sie sollen uns überzeugen,
dass wir tatsächlich Sünder sind: „Durch das Gesetz kommt Sündenerkenntnis“
(Römer 3,20). Man braucht eine gerade Linie um eine krumme Linie zu entlarven.
Die Gebote sind Gottes gerade Linie. Wir stellen uns neben diese Linie und dann
merken wir plötzlich, wie krumm wir sind. Aber die Gebote waren nie als eine
Leiter gedacht, auf der wir in den Himmel steigen. Ein Spiegel zeigt, wie
schmutzig wir sind; aber der Spiegel wäscht den Schmutz nicht weg. Ein
Thermometer gibt das Fieber an, aber er kann das Fieber nicht senken.
Habe ich keine Möglichkeit, um meine Sünden abzubüßen?
Nein, keine. „Darum: aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm
gerechtfertigt werden; denn durch Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Gottes
Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus für alle, die glauben. Denn
es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die
Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch
die Erlösung, die in Christus Jesus ist“ (Römer 3,20.21-24).
Wollen Sie behaupten, ich hätte immer umsonst für meine Sünden gebüßt?
Die Bibel weiß nichts von „Büßen für Sünden“. Vielmehr sagt die Bibel, dass
alle unsere Gerechtigkeiten (also das Beste, was wir bieten können), nichts als
stinkende Fetzen sind (das steht in Jesaja 64,6). Nein, Gott will nicht, dass
wir Sünden abbüßen. Er will, dass wir Buße tun.
Was verstehen Sie unter „Buße tun“?
Buße tun bedeutet, dass ich mein Denken ändere über Sünde, über mich selbst,
über Gott und über Christus. Das ändert meine ganze Einstellung und damit auch
meine Handlungen. Buße betrifft nicht nur den Verstand, sondern auch das
Gewissen. Es ist das Eingeständnis des Sünders, dass er gottlos, verloren,
hilflos und hoffnungslos ist und Gottes Gnade nötig hat. Es ist eine Umkehr von
180 Grad. Es bedeutet, dass ich mich auf Gottes Seite stelle, Gott Recht gebe
und mich selbst verurteile. Es beinhaltet auch Reue, das heißt, Schmerz darüber,
dass ich gesündigt habe. Aber es ist mehr als nur das. Denn manchmal tut es
einem leid, dass man gesündigt hat, aber man hört nicht auf.
Habe ich denn keine Möglichkeit, mein Heil zu verdienen? Das würde mir besser
gefallen.
Das ist der Grund, warum die ganze Vorstellung, man könne sich selbst
erlösen, so beliebt ist. Der Gedanke, ich könne mich selbst retten, schmeichelt
mir natürlich. So bekommt die sündige Natur des Menschen ein kleines
Ehrenpodest. Aber es gibt keine Möglichkeit, sich sein Heil zu verdienen. Gott
sagt, dass wir allein aus Gnade gerettet werden (Epheser 2,8-9).
Sie sagen immer wieder, man werde aus Gnade gerettet. Was meinen Sie damit?
Gnade bedeutet, dass Gott denen Gutes tut, die es nicht verdient haben. Es
ist wie ein Geschenk, das man sich auch nicht verdienen kann. Den Zahltag, den
verdienen wir. Aber ein Geschenk nehmen wir dankend entgegen. Gnade und eigene
Leistungen können nicht kombiniert werden. Es muss eines von beiden sein. Gnade
muss auch von Gerechtigkeit unterschieden werden. Wenn es nach Recht geht,
bekommen wir, was wir verdient haben. Wenn es nach Gnade geht, bekommen wir, was
wir nicht verdient haben.
Verstehe ich recht: Sie glauben nicht an den Wert von guten Werken?
Wir haben schon gesehen, was die Bibel dazu sagt: Wir werden nicht durch
gute Werke gerettet. Wenn wir aber einmal aus Gnade gerettet sind, dann sollten
gute Werke unser Leben charakterisieren. Gute Werke sind nicht die Ursache,
sondern die Folge der Errettung. Sie sind nicht die Wurzel, sondern die Frucht;
nicht der Ursprung, sondern das Ergebnis. Das erste gute Werk, dass jemand tun
kann, ist an Jesus Christus zu glauben (Johannes 6,29). Von da an ist alles, was
Sie zur Ehre Gottes und zum Wohl des Nächsten tun, ein gutes Werk.
Ich wurde als Kind getauft. Genügt das nicht?
Die Taufe rettet niemanden, weder kleine Kinder noch Erwachsene. Es gibt
nicht einen einzigen Vers im ganzen Neuen Testament, der die Säuglingstaufe
unterstützt. Wir lesen ausschließlich von Menschen, die zum Glauben gekommen
waren an Jesus Christus als ihren Herrn und Retter (Apostelgeschichte 2,41). Die
Lehre, dass die Taufe Kinder rettet, macht Gott zum ungerechten Richter, der
Leute verurteilt, die niemanden hatten, der sie als Säuglinge zum Taufstein
trug. Das macht das Wasser zum Heiland anstatt Jesus.
Wenn Säuglinge durch ein wenig Wasser errettet werden können, warum musste
Jesus dann sterben?
Die Sache funktioniert einfach nicht. Zahllose Menschen, die als Kinder
getauft wurden, sind nachher Ehebrecher, Totschläger und Verbrecher geworden.
Sagen Sie mir klar heraus: Was muss ich tun, um gerettet zu werden?
Sie müssen von neuem geboren werden. Jesus sagte in dürren Worten: „Wundere
dich nicht, dass ich dir sagte: Du musst von neuem geboren werden“ (Johannes
3,7). Wenn Sie nicht von neuem geboren werden, werden Sie das Reich Gottes nie
sehen und nie zu diesem Reich gehören.
Was meinen Sie mit „von neuem geboren werden“?
Die neue Geburt ist ein Wunder, es ist ein übernatürliches Werk Gottes, dass
dann geschieht, wenn ein Mensch über seine Sünden Buße tut und Jesus Christus im
Glauben als Herrn und Retter aufnimmt. Ihre erste Geburt war leiblich; die
zweite Geburt ist geistlich.
Ist es nicht intolerant zu denken, dass der Glaube an Christus der einzige
Weg zum Heil sei?
Dann ist die Bibel intolerant. Jesus sagte, dass niemand zum Vater kommen
kann außer durch ihn (Johannes 14,6). Petrus sagte, dass niemand gerettet werden
kann außer durch Christus (Apostelgeschichte 4,12). Paulus schrieb, dass es
keine andere Grundlage geben kann als Christus (1. Korinther 3,11). Der Glaube
an Christus ist der einzige Weg zur Errettung.
Was bedeutet es, zu glauben?
Es bedeutet, dass Sie Jesus Christus allein als Ihre einzige Hoffnung auf
den Himmel annehmen. Sie verwerfen jede Vorstellung, dass Sie sich selbst retten
oder zur Errettung etwas beitragen können, und Sie setzen Ihr ganzes Vertrauen
auf ihn. Die Bibel verwendet verschiedene gleichbedeutende Begriffe,
beispielsweise: Aufnehmen; durch die Tür gehen; eine Tür öffnen; essen; trinken;
heimkommen (wie der verlorene Sohn); ein Geschenk annehmen; schauen; berühren
(den Saum seines Gewandes fassen); eine Einladung annehmen zu einer
Hochzeitsfeier; nachfolgen.
Ist Glauben nicht ein Sprung ins Ungewisse?
Nein. Im Gegenteil: der Glaube verlangt die größte Absicherung und er findet
sie im Wort Gottes. Es gibt nichts, das so sicher ist, wie Gottes Wort. Sein
Wort ist Wahrheit (Johannes 17,17). Ihm zu vertrauen, ist das Einleuchtendste,
das Logischste, das Vernünftigste, was ein Mensch überhaupt tun kann. Was könnte
vernünftiger sein, als dass ein Geschöpf seinem Schöpfer vertraut? Er kann nicht
lügen, betrügen oder betrogen werden.
Ist das Evangelium nicht zu einfach, zu billig?
Es ist einfach, gerettet zu werden; so einfach, dass es allen offen steht.
Es ist billig für den Sünder: es kostet kein Geld (Jesaja 55,1). Es war aber
nicht billig für den Retter. Er musste die Herrlichkeit des Himmels verlassen,
sich in diesen Urwald der Sünde hineinbegeben, leiden, sein Blut vergießen und
einen entsetzlichen Tod sterben, um unsere Vergebung zu erkaufen (1. Petrus
2,24).
Wie kann ich wissen, ob ich richtig geglaubt habe oder ausreichend geglaubt
habe?
Der Glaube ist nicht der Retter. Jesus ist der Retter. Wahrer Glaube
ergreift ihn. Es ist nicht die intellektuelle Zustimmung bestimmter Fakten,
sondern das Vertrauen auf eine Person. Es ist nicht entscheidend, ob ich viel
oder wenig glaube; es ist vielmehr entscheidend, dass ich an die richtige Sache,
d.h. die richtige Person, glaube.
Sie sagen, man brauche nichts zutun, um gerettet zu werden. Man müsse nichts
tun außer glauben. Ist das nicht ein Widerspruch?
Es klingt widersprüchlich, aber passen Sie auf: Es ist nicht etwas
verdienstvolles, das Sie tun müssen (oder können). Sie werden nicht gerettet
durch Kirchenzugehörigkeit, ordentlichen Empfang der Sakramente, Spenden für
Menschen in Not usw. (Titus 3,5). An Christus glauben, ist nicht eine Leistung,
die man sich verdient. Sie verdienen sich damit nichts und Sie können sich
nachher auch nicht damit brüsten.
Wie kann ich wissen, dass ich durchhalte, nachdem ich zum Glauben gekommen
bin?
Sie werden genau so unfähig sein, sich selbst in der Errettung zu bewahren,
wie Sie unfähig waren, sich selbst zu retten. Christus rettet nicht nur; er
bewahrt auch. Wenn er ein gutes Werk in Ihnen angefangen hat, dann wird er es zu
Ende führen (Philipper 1,6; Judas 24).
Wenn man nichts anderes tun muss, als nur zu glauben, kann man dann nicht so
leben, wie es einem gerade passt?
Wenn Sie gerettet sind, verändert Gott Ihr Wünschen. Sie wollen dann nicht
mehr sündigen. Sie verlieren den hemmungslosen Appetit auf die Sünde. Sie wollen
nicht mehr die Dinge praktizieren, die Ihren Retter ans Kreuz brachten. Sie
bekommen ein Verlangen nach Heiligkeit. Die Bibel sagt: „Wenn jemand in Christus
ist, ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; schau, alles ist neu
geworden“ (2. Korinther 5,17).
Wenn ich sündige, nachdem ich errettet worden bin, verliere ich dann mein
Heil nicht?
Jesus sagte, dass kein einziges der Schafe seiner Herde verloren gehen wird
(Johannes 10,27.29). Alle, die gerechtfertigt worden sind, werden eines Tages
verherrlicht werden (Römer 8,30). Die Errettung ist eine Geburt (Johannes
3,3-5). Eine Geburt ist etwas Endgültiges, das nicht mehr rückgängig gemacht
werden kann. Die Errettung bedeutet ewiges Leben (Johannes 3,16.36). Ewig heißt
ohne Ende. Nichts kann den Gläubigen von der Liebe Gottes scheiden (Römer
8,38.39).
Ich kenne jemand, der errettet war, dann sündigte und verloren ging. Was
sagen Sie jetzt?
Wenn er wirklich gerettet war, dann ist er nicht verloren. Wenn er aber nur
ein Lippenbekenntnis abgelegt hatte, dann hat er nie eine echte Bekehrung,
sondern höchstens eine moralische Aufrüstung erlebt. Es sah aus, wie ein
Neuanfang, aber nach einiger Zeit fiel er in das alte Leben zurück. Wir müssen
unseren Glauben auf der Bibel aufbauen, nicht auf unsere Erfahrungen. Die Frage
muss immer lauten: „Was sagt die Bibel?“
Wenn alle Sünden vergeben werden, was ist mit den Sünden, die man nach der
Bekehrung begeht?
Wenn wir errettet werden, werden uns alle Sünden vergeben, was die Strafe
der Sünde betrifft. Als Jesus starb, starb er für alle unsere Sünden, die
vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen. Als er starb, lagen sie alle noch in
der Zukunft. Er starb für sie alle. Gott, der Richter, findet keine Sünden mehr,
für die er den Gläubigen mit der ewigen Verdammnis strafen müsste, weil Jesus
auf dem Kreuz von Golgatha die Strafe trug: „Darum gibt es keine Verdammnis für
alle, die in Christus Jesus sind“ (Römer 8,1). Sünden, die wir nach der
Bekehrung begehen, ziehen verschiedene Folgen nach sich:
Sie bringen dem Namen des Herrn Unehre.
Sie rauben uns die Freude.
* Sie stellen die Echtheit unserer Bekehrung in Frage. J. I. Packer sagte: „Der
einzige Beweis der Bekehrung ist ein bekehrtes Leben.“
* Sie halten das geistliche Wachstum auf.
* Sie setzen uns der göttlichen Züchtigung aus. Wenn wir zum Glauben kommen,
bekommen wir eine Vergebung, die wir „die richterliche Vergebung“ nennen können:
Gott, der Richter, spricht uns ein für allemal von der ewigen Strafe der Sünde
frei.
* Wenn wir als Gläubige sündigen und unsere Sünden bekennen, bekommen wir das,
was wir „väterliche Vergebung“ nennen können.
Gott, der Vater, vergibt uns als seinen Kindern. Diese Art Vergebung brauchen
wir täglich, bis an unser Lebensende.
Was passiert, wenn ich als Bekehrter mit nicht bereinigten Sünden sterbe?
Wie eben erklärt, ist die Strafe dieser Sünden von Jesus am Kreuz getragen
worden. Er hat bezahlt und Gott wird niemals verlangen, dass für die gleiche
Sache zweimal bezahlt wird. Ihre ewige Errettung wird davon also nicht berührt.
Die Gemeinschaft, die durch Ihre Sünden unterbrochen wurde, wird
wiederhergestellt werden, wenn Sie in die Gegenwart des Herrn gehen. Sünden, die
wir als Christen nicht bekannt haben, führen dazu, dass wir vor dem Richterstuhl
Christi von unserem Lohn verlieren.
Sie sagen, dass Christus für alle Menschen gestorben ist. Warum werden dann
nicht alle gerettet?
Der Tod Jesu Christi genügt für die Sünden aller Menschen aller Zeiten. Aber
sein Tod nützt nur dem Menschen, der Christus im Glauben annimmt. Gott rettet
keinen Menschen gegen seinen Willen. Er wird den Himmel nicht mit Menschen
bevölkern, die nicht dort sein wollen.
Werde ich von starken Gefühlen überwältigt, wenn ich zum Glauben komme?
Das ist bei einigen Menschen der Fall, bei anderen nicht. Leute, die aus
zerrütteten Lebensumständen zum Glauben kommen, erleben oft eine dramatische
Befreiung. Andere erleben ein stilles Erfassen der göttlichen Gabe. Es ist keine
Frage, dass die Errettung auch Emotionen auslöst, aber die Gefühle können
verschieden stark sein, manchmal treten sie später auf, und auch dann meist nur
vorübergehend.
Wie kann ich wissen, dass ich errettet bin?
Als erstes durch die Bibel. Die Bibel wurde geschrieben, damit jeder wissen
kann, dass er ewiges Leben hat, wenn er an den Sohn Gottes glaubt (1. Johannes
5,13). Es lassen sich noch mehr Indizien nennen:
Das Verlangen, Gott zu gehorchen.
* Liebe zu den Christen.
* Ein geheiligtes Leben.
* Abscheu vor der Sünde.
* Liebe zum Wort Gottes.
* Freude am Gebet.
* Bewusstsein der göttlichen Führung.
* Beständiges Bleiben im Glauben.
* Das Zeugnis des innewohnenden Geistes.
* Das Verlangen, andern die frohe Botschaft zu sagen.
Muss ich nicht in meinem Leben aufräumen, bevor ich zu Jesus kommen darf?
Das ist nicht das Evangelium. Je mehr Sie versuchen, desto frustrierter
werden Sie. Was Sie brauchen ist nicht eine renovierte Fassade, sondern ein
neues Leben. Der mit Jesus gekreuzigte Verbrecher konnte sein Leben nicht in
Ordnung bringen und das können Sie auch nicht. Jesus redete einmal von einem
Menschen, der versuchte, sein Leben in Ordnung zu bringen. Sein Haus war sauber
geputzt, aber es war leer; er hatte den Retter nicht hereingelassen. Sein Ende
war schlimmer als sein ursprünglicher Zustand (Matthäus 12,43.45).
Ist es nicht Anmaßung zu sagen, man sei gerettet?
Wenn die Errettung von uns abhinge, dann wäre es wirklich Anmaßung. Aber
wenn der Gläubige sagt, er sei gerettet, dann nimmt er den Mund nicht zu voll.
Er sagt eigentlich nichts anderes als: „Die Sünden, das war ganz mein Werk; die
Errettung, das war ganz Gottes Werk.“ Er schreibt die Errettung vollständig Gott
und seiner Gnade zu. Er hat nichts dafür geleistet. Der schlimmste Frevel wäre,
Gott zum Lügner zu machen, und genau das tun wir, wenn wir der Aussage nicht
glauben, die er über seinen Sohn gemacht hat (1. Johannes 5,10).
Wenn die Christen Recht haben, warum gibt es dann so wenige?
Diese Frage setzt voraus, dass die Mehrheit meistens oder immer im Recht
ist. Das stimmt aber nicht. Bei der Sintflut wurden nur acht Menschen gerettet;
die übrigen kamen alle um. Auf Golgatha war die Menge im Unrecht; nur eine
Handvoll eingeschüchterter Jünger war im Recht. Jesus sagte: „Die Pforte ist
weit und der Weg ist breit, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch
sie eingehen. Denn die Pforte ist eng, der Weg ist schmal, der zum Leben führt,
und es sind wenige, die ihn finden“ (Matthäus 7,13.14).
Wenn Gott allmächtig ist, warum lässt er Kriege, Katastrophen und Leiden zu?
Alle diese Dinge sind als Folge der Sünde in die Welt gekommen. Gott ist
nicht der Urheber irgendeines Bösen. Alle Krankheit, alles Leid, jeder Kummer
und der Tod gehen auf den Teufel zurück. Gott lässt es zu, aber er verwendet all
dieses Leidvolle zu seiner Ehre und zur Wohlfahrt seines Volkes. Alles muss
letztlich seine guten Absichten vorantreiben.
Wenn Gott ein Gott der Liebe ist, wie kann er Menschen in die Hölle werfen?
Erstens hat Gott die Hölle nicht für die Menschen gemacht. Er machte sie für
den Teufel und seine Engel. Gott will nicht, dass ein einziger Mensch in die
Hölle fährt. Um es zu verhindern, hat er seinen Sohn in diese Welt geschickt, um
zu leiden, zu bluten und einen schlimmen Tod zu sterben. Wenn aber der Mensch
das Heilsangebot Gottes verachtet? In einem sehr wirklichen Sinn werden nur
solche Menschen in die Hölle fahren, die sie gewählt haben, Menschen, die
bewusst, die freie Gabe des ewigen Lebens abgewiesen haben.
Was mich stört, sind die vielen Heuchler in den Kirchen.
Es ist wichtig zu beachten, dass ein großer Unterschied ist zwischen wahren
Christen und Namenschristen, zwischen denen, die nur ein Lippenbekenntnis zu
Christus abgelegt haben, und denen, die mit ihren Leben beweisen, dass sie echte
Christen sind. Es gibt auch in der Politik Heuchler, aber das hält niemanden
davon ab, seinen Stimmzettel zu gebrauchen. Es gibt Heuchler unter den
Sportlern, aber das hindert die Massen nicht daran, in die Stadien zu drängen.
Es gibt Falschgeld, aber deswegen lehnt niemand rundweg jedes Geld ab. Man macht
ja nur Dinge nach, die einen gewissen Wert haben. Wir sollten christliche
Heuchelei nicht entschuldigen, aber auch nicht als Ausrede verwenden, um uns
nicht persönlich zu bekehren. Gott verlangt nicht von Ihnen, dass Sie an die
Christen glauben; Sie sollen an Jesus glauben. Wenn Sie Christ werden, dann
haben Sie die Gelegenheit, der Welt zu zeigen, was ein echter Christ ist.
Ich zögere, weil ich glaube, dass die Gemeinden nur auf das Geld ihrer
Mitglieder aus sind.
Manchmal wird das als Ausrede verwendet, um nicht Christ zu werden. Es
stimmt zwar, dass gewisse Gemeinschaften, Organisationen und Fernsehprogramme
eine regelrechte Meisterschaft entwickelt haben, um den Leuten das Geld aus der
Tasche zu ziehen. Das ist ein Zerrbild des christlichen Glaubens. Gott will
nicht Ihr Geld. Er will Ihr volles Vertrauen.
Muss ich mich taufen lassen, wenn ich Christ werde?
Wenn Sie wirklich bekehrt sind, dann werden Sie selbst getauft werden
wollen. Es ist zwar nicht nötig, um gerettet zu werden, aber es ist nötig, wenn
wir gehorsam sein wollen. Weil Jesus die Taufe befohlen hat, ist sie sehr
wichtig (Matthäus 28,19). Es ist eine der ersten Gelegenheiten, bei denen Sie
vor aller Welt Ihren Glauben publik machen können. Wenn sich jemand hartnäckig
weigert, getauft zu werden, dann muss man die Echtheit seiner Bekehrung
anzweifeln. Ein bekennender Christ, der ungetauft stirbt, wird in alle Ewigkeit
ungetauft bleiben.
Wenn ich mich bekehre, muss ich mich dann vom Glauben meiner Eltern und
meiner Kindheit abwenden?
Wenn dieser Glaube die Gottheit Christi leugnet, oder wenn er lehrt, dass
man durch Werke gerettet wird, oder wenn er Götzendienst praktiziert, oder wenn
er leugnet, dass die Bibel Gottes Wort ist, dann müssen Sie diesem Glauben
absagen. Dann werden Sie es auch tun, sogar wenn Sie sich damit Konflikte mit
den Angehörigen einhandeln. Jesus sagte: „Denkt nicht, dass ich gekommen bin,
Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen,
sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem
Vater, und die Tochter mit ihrer Mutter, und die Schwiegertochter mit ihrer
Schwiegermutter; und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein“
(Matthäus 10,34-36). Oft wenden sich die Angehörigen gegen jemanden, der sich
frisch bekehrt hat. Das soll Sie aber nicht entmutigen. Die Erfahrung zeigt,
dass die anfängliche Feindschaft nachlässt, wenn der Bekehrte ein glaubwürdiges
Leben führt, und oft kommen die zuerst ablehnenden Angehörigen selbst zum
Glauben. Die Verantwortung des Christen ist es, dem Herrn zu gehorchen und alle
Folgen ihm zu überlassen. Er belohnt Gehorsam immer.
Ich denke, ich sollte mich bekehren, aber ich habe Angst. Können Sie mir
sagen, was los ist?
Das kann verschiedene Ursachen haben.
* Es kann Stolz sein.
* Es kann sein, dass Sie sich schämen, auf die Seite von Jesus zu stellen.
* Es kann sein, dass Sie die Sünde mehr lieben als Christus, dass Ihnen das
Vergnügen wichtiger ist als Heiligkeit.
* Es kann sein, dass die Liebe zu einer ungläubigen Person Sie zurückhält.
* Es kann sein, dass der Druck der Familie Sie zurückhält, die Angst vor
Reaktionen Ihrer Eltern.
Ich denke, ich warte noch ein bisschen. Was spricht dagegen?
Sie haben zwei Dinge vergessen. Eines ist die Ungewissheit des Lebens. Das
andere ist die Möglichkeit, dass Jesus jeden Augenblick wieder kommen kann.
Ich verstehe, dass ich bei einem Unfall sterben könnte, aber das mit dem Kommen
von Jesus?
Jesus versprach seinen Jüngern, dass er wieder kommen wird. Niemand weiß, wann;
es kann heute sein. Es gibt viele Anzeichen dafür, dass es bald sein könnte.
Wenn er kommt, werden die wahren Gläubigen von der Erde in den Himmel geholt
werden. Alle, die das Evangelium gehört, aber abgewiesen haben, werden keine
Chance mehr haben. Sie werden durch eine Zeit unbeschreiblicher Not auf dieser
Erde gehen müssen, um nach dem Tod in die Hölle zu fahren.
Reden Sie vom Weltuntergang?
Nein. Es müssen zuerst noch viele Dinge passieren. Zuerst wird, wie gesagt,
Jesus wieder kommen und die wahren Christen zu sich in den Himmel holen. Dann
wird er nach einer Periode unvorstellbarer Not auf dieser Erde sein Reich
aufrichten. Dieses Reich wird 1000 Jahre dauern. Am Ende der Zeit wird diese
Welt untergehen. Sie wird sich in einem gigantischen Brand auflösen. Gott wird
dann einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen, die ewig bestehen.
Alles klar. Sagen Sie mir noch einmal so einfach wie möglich, wie ich
gerettet werden und der Sache auch sicher sein kann.
Erstens müssen Sie vor Gott bekennen, dass Sie ein schuldiger, verlorener
Sünder sind und dass Sie die Strafe des ewigen Todes verdienen. Sie müssen jeden
Gedanken fahren lassen, Sie könnten sich selbst retten oder in irgendeiner Weise
zur Errettung beisteuern durch anständiges Betragen oder durch irgendwelche
guten Werke. Dann müssen Sie glauben, dass der Herr Jesus Christus als
Stellvertreter für Sie starb und damit die Strafe auf sich nahm, die Sie mit
Ihren Sünden verdient hätten. Schließlich müssen Sie sich in einem bewussten
Glaubensschritt ihn als alleinigen Herrn und Retter und als Ihre alleinige
Hoffnung auf den Himmel aufnehmen. Wenn Sie das in totaler Aufrichtigkeit tun,
dann bürgt Gott mit seinem Wort dafür, dass Sie für die Zeit und für alle
Ewigkeit gerettet sind. Hier haben Sie Gottes Versprechen: „So sehr hat Gott die
Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt,
nicht verloren gehe sondern ewiges Leben habe“ (Johannes 3,16). Sie haben alles
zu gewinnen, aber nichts zu verlieren.
Wollen Sie an Jesus Christus glauben?
Wollen Sie es jetzt tun?
…
William MacDonald Das ist eine gute Frage 1. Auflage 1999 Originaltitel: That’s
a good question © 1995 by William MacDonald
© dieser deutschen Ausgabe 2000 by CLV • Christliche Literatur–Verbreitung.
Danke für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung auf unseren Seiten!